Mit einem gutem Espresso gehts einfacher bei der Arbeit Für mich gibt es nichts schöneres, als den Tag mit einer Tasse Espresso zu beginnen. Ist mal der Kaffee aus oder keine Milch im Haus - dann hab ich aber richtig schlechte Laune.
Der Kaffee hat ja in der arabischen Welt eine langeTradition: Es waren Muslime, die das erste schwarze Getränk brauten - und zwar sog. Sufis, das waren muslimische Mystiker, die diese sagenhaften Bohne etwa im 13. Jh. aus Ostafrika in den Jemen gebracht hatten. Angeblich wolle die Sufis Ziegen beobachtet haben, die diese Bohnen fraßen und dann einfach nicht mehr Ihre Ruhe finden konnten. Und sie mal wieder einige lange Nächte mit Gebeten und Lesungen geplant hatten und dabei schon oft vergeblich gegen den Schlaf gekaempft haben, probierten sie diese magische Bohne halt selbst an sich aus. Dabei rösteten und mahlten sie die Bohnen – und brühten das Pulver zu einem Sud auf, der ihnen dann half, die langen Nachtwachen voller Beten zu überstehen.
Von den muslimischen Sufis, die in der Hafenstadt Mocha (daher der Namen Mokka) lebten, gelang das Getränk dann irgendwann einmal in den arabischen Orient. Und von dort gelangte der Bohnensud nach Istanbul, an den Hofe des osmanischen Herrschers. Und exakt hier, in Istanbul, das bis zum heutigen Tage eine hohe Dichte an Kaffeehäusern vorzuweisen hat, entstand 1554 das erste Ahwa, als das allererste Kaffeehaus. Eröffnet wurde das erste Kaffeehaus von zwei cleveren Syrern, deren brandenue Idee sehr schnell von der Bevölkerung dankbar akzeptiert wurde. Denn dieses Kaffeehaus wurde binnen kürzester Zeit zu einem Treffpunkt von Intellektuellen. Hier wurde diskutiert und debattiert, es wurde Poesie verfasst und – revoltiert. Und da es schien, als habe man in Istanbul seit Urzeiten auf genau diese Institution gewartet, fand sie im Handumdrehen Nachahmer. Ein sogenannter Ahwa ist nach dem anderen wurde eröffnet worden – diese wurde zu magischen Anziehungspunkten. Vor allem bei den muslimischen Gebildeten aber auch die damaligen Machthaber sahen diesem Treiben eher mit Vorbehalt zu.
Heute kann man sich dieses in der Geschichte spannend verankerte Heißgetränk nicht mehr wegdenken. Wie würde unser Bruttoinlandsprodukt ausfallen, wenn wir nicht an jeder Ecke guten Kaffee kaufen könnten. Man darf es sich kaum ausdenken. Auch ich werde mir jetzt noch ein erquickendes Tässchen vom erquickenden Bohnensud kredenzen.
Bald schreibe ich weiter und zwar gehts dann um Kaffeeflecken und meine Liebe zum deutschen Wein!